Nachhaltigkeitsbericht 2022
12/2023
11/15

Die Verantwortung gegenüber unseren Mitarbeitenden ist wesentlicher Teil unseres Selbstverständnisses. Dazu gehört es, ihnen attraktive Arbeitsbedingungen zu bieten, unter denen sie ihr volles Potenzial  entfalten können. Als Handelsunternehmen haben wir darüber hinaus auch die Menschen entlang unserer gesamten Lieferkette im Blick und arbeiten in diesem Bereich eng mit unseren Lieferanten und Partnern zusammen.

DIE IGEPA ALS ARBEITGEBER

Unsere Mitarbeitenden sind das Herzstück des Unternehmens und spielen eine entscheidende Rolle, wenn es darum geht, wie wir uns am Markt und bei unseren Kunden positionieren. Mit ihrer Expertise und Erfahrung leisten sie einen wichtigen Beitrag zum aktuellen und zukünftigen Unternehmenserfolg. Insgesamt arbeiten über alle Handelshäuser hinweg sowie auf deutscher Gruppenebene 1.870 Beschäftigte für uns. Die allermeisten von ihnen haben einen unbefristeten Arbeitsvertrag. Punktuell, etwa in Zeiten mit außergewöhnlich hohem Arbeitsaufwand, beschäftigen wir insbesondere im Lagerbereich zusätzlich Zeitarbeitskräfte. 

Wir tun eine Menge dafür, unseren Mitarbeitenden ein Arbeitsumfeld zu bieten, das durch gegenseitige Wertschätzung und Teamgeist geprägt ist – damit sich jede und jeder zugehörig fühlen kann. Teil dessen und für uns selbstverständlich ist auch eine attraktive, branchenübliche Vergütung: Unsere Arbeitsverträge orientieren sich an den geltenden Tarifverträgen. Darüber hinaus bieten wir unseren Mitarbeitern vielfältige Weiterbildungsmöglichkeiten über die Akademie der IGEPA, welche sowohl digitale E-Learning-Einheiten als auch Schulungen vor Ort im Programm hat. Auch die einzelnen Häuser halten individuelle Benefits für ihre Beschäftigten bereit. 

VERANTWORTUNG ENTLANG DER LIEFERKETTE 

Beschaffungsprozesse spielen in unserem Geschäftsmodell eine zentrale R olle. Deshalb sehen wir uns als Handelsunternehmen in der Verantwortung, ökologische und soziale Aspekte in der Wertschöpfungskette besonders zu berücksichtigen und hier nachhaltig Einfluss zu nehmen. Der Schlüssel zu einer nachhaltigen Beschaffung liegt für uns dabei in der fairen, langfristigen und vertrauensvollen Zusammenarbeit mit unseren Lieferanten. Ziel ist es, gemeinsam mit unseren Partnern kontinuierlich besser zu werden. 

Da wir Materialien, Produkte und Leistungen weltweit einkaufen, sind wir entlang unserer Lieferketten verschiedenen Risiken ausgesetzt – diese gilt e s zu managen, während wir zugleich dort, wo wir können, auf Verbesserungen hinwirken wollen. Zu diesem Zweck stellen wir als IGEPA den Handelshäusern unter anderem ab Anfang 2024 ein Lieferanten-Risikomanagement zur Früherkennung, Beurteilung, Steuerung, Überwachung und Kommunikation externer Risiken zur Verfügung. Mit seiner Hilfe sollen solche Risiken, die zu einer negativen Prognose-beziehungsweise Zielabweichung führen oder sich negativ auf die Erreichung der strategischen, operativen sowie berichterstattungs- und Compliance-relevanten Ziele auswirken könnten, rechtzeitig identifiziert werden. Dasselbe gilt für Reputationsrisiken. Dabei und bei der Einleitung von Gegenmaßnahmen und ihnen vorangehenden Kontrollen arbeiten wir eng mit unseren Lieferanten zusammen. Sie sind außerdem verpflichtet, uns zu unterstützen, wenn Abhilfe- oder Präventionsmaßnahmen im Sinne des Lieferkettensorgfaltspflichtengesetzes (LkSG) durchzuführen sind. 

Besonderen Wert legen wir darauf, unsere Sorgfaltspflichten in Bezug auf Menschenrechte, Gesundheitsschutz und Arbeitssicherheit wahrzunehmen. Kinder- und Zwangsarbeit lehnen wir strikt ab. Unsere diesbezüglichen Anforderungen sind in unserem Supplier Code of Conduct (SCoC) festgeschrieben, den wir im Berichtsjahr formuliert und veröffentlicht haben. Seither ist er fester Bestandteil aller Lieferantenverträge und auf unserer Website einsehbar. 

All unsere Lieferanten verpflichten sich, diese Grundsätze zu erfüllen und ihrerseits eigene Zulieferer oder Unterauftragnehmer zur Einhaltung anzuhalten. Zudem müssen sie unter anderem durch angemessene Managementsysteme, ein effektives Risikomanagement, Schulungen und die Zuweisung ausreichender Ressourcen belegen, dass sie den A nforderungen unseres SCoC oder eines eigenen gleichwertigen Kodex sowie allen anwendbaren Gesetzen und Vorschriften gerecht werden. Wir behalten uns das Recht vor, bei Verstößen gegen den SCoC ausstehende Bestellungen zu stornieren, zukünftige Bestellungen auszusetzen und die Geschäftsbeziehung mit dem Lieferanten aufzukündigen. 

Wir stehen dafür ein, dass allen Menschen grundlegende Rechte zustehen. Entsprechend befürworten wir die etablierten Rahmenwerke und Leitlinien, die wir auch in unsere Politiken einbeziehen. So basiert etwa unser SCoC zum einen auf nationalen Gesetzen und Vorschriften wie dem LkSG, welches wir proaktiv umsetzen. Zum anderen stützt er sich auf internationale Übereinkommen wie die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen, die Leitlinien über Kinderrechte und unternehmerisches Handeln, die UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte, die Kernarbeitsnormen der Internationalen Ar-beitsorganisation (ILO) sowie den UN Global Compact.