Wir sind überzeugt, dass zur Bekämpfung des Klimawandels entschlossene Maßnahmen notwendig sind und jeder seinen Teil beitragen muss. Um dort wirksam zu werden, wo wir den größten Hebel haben, erfassen unsere Handelshäuser ihren Energie- und Ressourcenverbrauch ebenso wie die Daten zum CO2-Fußadruck. Auf dieser Basis können wir tragfähige Ziele formulieren und Maßnahmen zu ihrer Erreichung ableiten.
EMISSIONEN
Wir unterstützen das Ziel der Vereinten Nationen, den menschengemachten globalen Temperaturanstieg auf deutlich unter zwei Grad Celsius zu begrenzen. Dazu wollen wir beitragen, indem wir Nachhaltigkeit in unseren verschiedenen Organisationseinheiten und Prozessen berücksichtigen, mitdenken und umsetzen. Für die Reduzierung unseres CO2-Fußabdrucks setzen wir uns messbare und ambitionierte Reduktionsziele: Bis 2030 streben wir danach, unsere CO2-Emissionen um rund 40 Prozent zu senken. Um an den richtigen Stellen anzusetzen, müssen wir zunächst wissen, wo durch unsere Geschäftstätigkeit wie viele Emissionen entstehen. Deshalb haben wir 2021 damit begonnen, unsere Treibhausgasemissionen gemäß dem international etablierten Green House Gas Protocol (GHG Protocol) zu bilanzieren. Neben Kohlenstoffdioxid (CO2) werden auch andere klimawirksame Gase gemäß dem Kyoto- Protokoll berücksichtigt und in sogenannte CO2-Äquivalente (CO2e) umgerechnet.
Dabei werden die Emissionen in drei
Kategorien ausgewiesen:
SCOPE 1 ![]()
Scope 1 bezeichnet die direkten Emissionen der IGEPA. Wie das Diagramm zeigt, setzt sich unser Scope 1 vor allem aus den Emissionen unserer Fahrzeugflotte (LKW und PKW), sowie denen aus der Nutzung von Erdgas, Flüssiggas und Heizöl zusammen. Dabei macht der Treibstoff für unsere LKW, mit denen wir unsere Kunden in ganz Deutschland beliefern, den größten Anteil aus. Im Berichtsjahr umfassten unsere Scope-1-Emissionen 15.120 Tonnen CO2e.
SCOPE 2
Scope 2 umfasst die indirekten Emissionen, die aus eingekaufter Energie entstehen. Alle Daten des Scope 2 werden standortbasiert erhoben und ausgewertet. Eine Maßnahme die dazu dient, unseren Scope 2 zu reduzieren und selbstständig grüne Energie zu erzeugen, stellt die Installation von Photovoltaikanlagen auf den Dächern unserer Verwaltungs- und Lagergebäude dar. Für das Berichtsjahr summierten sich unsere Scope-2-Emissionen auf 1.193 Tonnen CO2e.
SCOPE 3
Zudem erheben wir aktuell bereits anteilig die indirekten Emissionen aus dem Scope 3 – also diejenigen, die entlang unserer Wertschöpfungskette entstehen, aber nicht unserer direkten Kontrolle unterliegen. Im Berichtsjahr wurden neben den Emissionen aus den Arbeitswegen unserer Mitarbeitenden außerdem erstmals auch die aus unseren Geschäftsreisen berücksichtigt. Die Gesamtemissionen aus beiden Bereichen umfassten 2022 4.944 Tonnen CO2e. Als Handelsunternehmen liegen unsere Hot Spots, also die besonders emissionsintensiven Prozesse, bereits in der Vorkette und dort im Wesentlichen in der Rohstoffgewinnung und -fertigung. Auch hier wollen wir künftig in Zusammenarbeit mit unseren Lieferanten und Partnern aktiv Einfluss nehmen und konkrete Reduktionsmaßnahmen für diese Bereiche entwickeln.
Am schnellsten können wir dort wirksame Veränderungen anstoßen, wo wir die alleinige Kontrolle haben. Daher fangen wir zunächst bei unseren Scope-1-Emissionen an und setzen häuserübergreifend zwei wesentliche Maßnahmenpakete um, die wir auch mit konkreten Zielzahlen hinterlegt haben: ![]()
Im Rahmen der ersten Zielsetzung wollen wir bis 2024 fünf Prozent der Emissionen unserer LKW-Flotte durch die Reduktion des Treibstoffverbrauchs einsparen. Hierfür stehen unseren Handelshäusern verschiedene Maßnahmen zur Verfügung. Zum Beispiel unterstützt eine Fuhrparkmanagementsoftware dabei, Daten über unseren aktuellen Kraftstoffverbrauch zu sammeln und daraus abzuleiten, an welchen Stellschrauben wir drehen müssen, um effizienter und emissionssparender zu fahren. Eine optimierte Tourenplanung spielt hierbei eine wichtige Rolle. Zudem werden unsere Fahrer darin geschult, besonders kraftstoffsparend zu fahren. Zusätzlich hilft die Begrenzung der Höchstgeschwindigkeit auf 80 km/h dabei, auch auf langen Strecken möglichst wenig Treibstoff zu verbrauchen.
Das zweite Projekt zielt auf die zunehmende Umstellung unseres Fuhrparks auf Elektromobilität ab: Wir planen, bis 2025 rund 62 Prozent der Dienst- und Poolfahrzeuge unserer Häuser auf alternative Antriebe umzustellen. Um unsere selbstgesteckten Ziele zu erreichen, haben wir schon im Berichtsjahr die ersten Weichen gestellt und rund 74 Ladepunkte installiert. Zudem haben wir gruppenweit 30 neue elektrische PKW angeschafft. Seit 2021 konnten wir unsere Emissionen im Scope 1 bereits um 582 Tonnen CO2e senken. Das sind rund vier Prozent. Im Scope 2 waren es sogar 29 Prozent, von 1.692 Tonnen CO2e auf 1.193 Tonnen CO2e.
ENERGIEMANAGEMENT
Ein wichtiger Schlüssel zu weniger Emissionen ist es auch, Energie möglichst smart einzusetzen. Deshalb wollen wir unsere Energieeffizienz mittels modernster Technologien kontinuierlich weiter steigern. Hierfür investieren wir in die Modernisierung der Standortinfrastruktur. Das beinhaltet zum Beispiel den Austausch von in die Jahre gekommenen Heizungsanlagen. Im Berichtsjahr betrug unser Gesamtenergieverbrauch 235.267 GJ.
RESSOURCENSCHONUNG ![]()
Wir wollen einen Beitrag zur Ressourcenschonung leisten. Angesichts des Erreichens der ökologischen Belastungsgrenzen und der Verantwortung gegenüber den nächsten Generationen haben wir den Anspruch, unseren Ressourcenverbrauch so weit wie möglich zu reduzieren und die Wiederverwertung von Materialien zu gewährleisten.
Auch unseren externen Stakeholdern ist dieses Thema laut unserer letzten Stakeholderbefragung ein großes Anliegen. Nicht zuletzt deshalb erfassen wir unseren Materialeinsatz an allen Standorten. Diese Daten zeigen uns: Wir sind auf dem richtigen Weg. Rund 80 Prozent unserer eingesetzten Materialien sind bereits erneuerbar, in erster Linie handelt es sich dabei um Papier und Holz. Die nicht erneuerbaren Materialien setzen sich aus Kunststoff, Verpackungsfolie, Umreifungsbändern und Metall (Farbdosen) zusammen. Langfristig planen wir, den Materialeinsatz über alle Kategorien hinweg zu reduzieren, und erarbeiten hierfür aktuell entsprechende Maßnahmen.
Darüber hinaus sehen wir einen großen Hebel darin, unsere Ressourceneffizienz zu verbessern, indem wir Wertstoffkreisläufe schließen und dadurch Abfall vermeiden. In unserem CoC haben wir Grundsätze und Verhaltensrichtlinien festgelegt, die sich auch mit dem Thema Ressourcenschonung beschäftigen. Unsere Arbeitsprozesse sind darauf ausgerichtet, so wenig Materialien wie möglich zu verbrauchen und Energie effizient zu nutzen. Zudem legen wir Wert auf die Vermeidung, die Reduzierung und das Recycling von Abfällen, um unseren ökologischen Fußabdruck zu minimieren.